Um 05:30 Uhr heute morgen klingelte der Wecker. Da ich gegen 02:00 Uhr schon einmal wach war, viel mir das Aufstehen ich ganz so leicht. Gott sein Dank hatte ich mir gestern schon mein Frühstück bestehend aus Vanilleshake, ARGI+ und einem Pro X Bar vorbereitet. Den Shake machte ich schnell mit heißem Wasser an, das ARGI+ kam da hinein und den Riegel aß ich danach. Lecker!

Ein Blick nach draussen zeigte, dass das Wetter nicht ganz so dolle war und ganz leicht so ein weißes Zeug vom Himmel fiel. Aber dennoch guten Mutes packte ich sicherheitshalber Ersatzklamotten ein, denn nach dem Ritt noch in nassen Sachen rumzulaufen ist nicht wirklich prickelnd. Sogar meine Winterreithose habe ich wieder rausgeholt und angezogen.

Also wir bei den Pferden ankamen war Anna schon dabei Sira und Bashim einzufangen. Wie gesagt versuchte. Die Beiden hatte nicht wirklich Lust und versuchten immer wieder zu entwischen. Da wir sie gestern schon geputzt und eingedeckt hatten, konnten wir sie gleich, nachdem wir sie endlich aufgehalftert hatten, verladen. Nur 15 min hat es gedauert und ein paar Überredungskünste gebraucht. Daran werden wir arbeiten 🙂

Im Hänger standen sie dann wie die Profis und beim Aussteigen machten sie keine Sperenzchen, so dass wir sie entspannt in den Paddock (kleine abgesteckte Wiese) stellen konnten. Das Gras war auch sehr verlockend und so verschwanden die Nasen von Sira und Bashim gleich im Grün. Da wir ziemlich früh losgefahren waren, waren wir recht früh am Veranstaltungsort. Mit viel Platz konnten wir alles in Ruhe aufbauen, das Auto packen und sogar noch frühstücken.

Nach der Voruntersuchung um 09:00 Uhr, die beide gut gemeistert haben (ok Bashim hatte nen Puls von 60, aber das ist seiner Aufregung geschuldet gewesen), ging es zur Vorbesprechung. Bis auf die Änderung der Farben der Markierungspunkte gab es nichts Neues und so machten wir uns 11:45 Uhr auf den Weg die 22,5 km lange Rittstrecke in Angriff zu nehmen.

Huiui ich sag Euch – fettet Euren Sattel bloss niemals am Tag vor dem Ritt ein wenn Ihr vorhabt, eine Reithose mit A….besatz zu tragen. Das gibt komisch, quietschende Töne und Sira und Bashim waren davon gar nicht begeistert. Mit eingekniffenem Hintern und doch etwas angespannt ging es los. Die ersten km musste ich immer mal wieder mehr oder weniger mit Sira diskutieren, da für sie alles gaaaaaanz schrecklich war. Klar, da sitzen echt Monster in den Büschen und nur weil ich zu doof bin sie zu sehen, heißt es ja nicht, dass sie nicht da sind.

Nach ca. 6 km, einem Wechsel aus Schneegraupel und Sonne und einer recht einfachen Strecke, die durch den Ebersberger Forst ging, lief sich Sira ein und ich musste sie nur ab und an ermahnen, nicht diese Sprünge in die Mitte zu machen. Bashim dagegen lief, als ob er noch nie was anderes gemacht hätte. Mit diesem Pferd werden wir noch viel Spaß haben.

Bei km 11 und 13 wurden wir dann von Michael, meinem Mann und weltbestem Trosser (Betreuung der Reiter und Pferde unterwegs mit Wasser und was man sonst noch so braucht) empfangen. Da aber alles bestens war und ein Kühlen der Pferde durch die kalte Witterung nicht notwendig ritten wir ohne Betreuung weiter.

Die letzten km verflogen irgendwie wie im Fluge, da Sira und Bashim echt schön und entspannt zusammen liefen. Ich war überrascht wie beide das Ganze durchhielten, denn wenn man ehrlich ist, waren wir maximal ein paar Mal gemeinsam im Gelände (nicht mehr als 1,5 bis 2 h) und sind davon maximal 5 km am Stück getrabt.

Scheint aber gereicht zu haben, denn die 22,5 km trabten sie brav durch und sahen am Ende nicht wirklich müde aus (siehe Bilder im Paddock und an der Hand von Anna). Die Nachuntersuchung bestanden beide mit Bravour und Bashim hatte sogar einen niedrigeren Puls als bei der Voruntersuchung. 5 min nach Zieleinlauf war er bei 48 🙂 Das Traben war nur am Anfang bei Sira ein klitzekleines Problemchen, da sie nicht einsah, noch mal vorzutraben. Sie ließ sich aber schnell überzeugen und so konnten wir anschließend die Beiden zum Ausruhen in den Paddock stellen.

Da das Wetter nicht wirklich besser wurde, entschieden wir nach ca. 1 Stunde, Sira und Bashim nach Hause zu fahren und zur Siegerehrung zurück zu kehren. Gesagt getan ging das Einsteigen in den Hänger diesmal problemloser als auf der Hinfahrt und beim Ausladen wurden wir alle von der ganzen Herde begrüßt. Vollkommen ruhig liefen die beiden Wettkampfler den anderen entgegen und genossen ihre Koppel.

Im Anschluss fuhren wir nach Hohenlinden zurück, trafen noch ein paar Freunde und nahmen unsere Urkunde in Empfang. Es ist der 8. Platz geworden mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 13,24 km/h. Wir haben unser Ziel, Sira und Bashim in ruhiger Manier in den Distanzsport einzuführen, mehr als erfüllt und freuen uns auf das, was jetzt kommt. Geplant ist nun der Hopfenmeiler Distanzritt mit 40 km im Juni.

Meine Frage heute an Euch – wie lang war Eure erste Distanzstrecke und wie ist es gelaufen?

Ich freue mich wieder auf Eurer Feedback.

Eure

Annika

Annika Lojewski

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