Youtube Channel Distanzreiten über Spirits Ausbildung

Anfang Oktober haben wir nun mit der Reitausbildung von Spirit begonnen. Naja eigentlich fing es ja schon früher an, denn auch longieren, Bodenarbeit, spazieren gehen, Handpferdereiten usw. gehört zu einer guten Grundlage dazu. Aber ich will hier nur von der Reitausbildung selber sprechen. Hier findest Du die einzelnen Schritte in Videoform festgehalten – naja zumindest einen großen Teil.: Spirits Ausbildung in Videoform

Die Punkte in Wort und Text zusammengefasst

Im Groben gesagt sind es folgende Punkte gewesen:

  1. Aufsteigen üben. Dabei immer darauf achten, wie das Pferd reagiert. Ob es ängstlich ist, oder selbstbewusst…
  2. Erste Schritte geführt. Auch hierbei ist es mir wichtig, dass ich immer ein Auge auf die Reaktionen des Pferdes habe. Der Reiter ist erst einmal nur Beifahrer. Zumindest solange, bis ich merke, dass das Pferd kein Problem mit dem Gewicht auf dem Rücken hat.
  3. Erste Kommandos vom Reiter – d.h., dass der Reiter die Beine anlegt, schon mal das Gewicht verlagert, hinten über die Kruppe streicht etc. All dies dient der guten Vorbereitung auf das Reiten.
  4. Ich gehe am liebsten recht schnell mit den Pferden ins Gelände, da sie hier einfach geradeaus laufen und sich dadurch besser ausbalancieren können. In Spirits Fall haben wir das auch gemacht – erst mit mir als Führperson und später dann als Handpferd.
  5. Zwischendurch immer wieder mal longieren, damit das Pferd sich schön an das Gebiss streckt und die Hinterhand aktiviert wird.
  6. Erste Versuche ohne Sicherheitsleine auf dem Platz. Hier ist es wichtig, dass ich nicht eingefahren bin auf einen Weg, sondern mit meinem Ziel im Kopf verschiedene Sachen ausprobiere, um an das Ziel zu gelangen. Ich geben den Jungpferden immer die Zeit darüber nachzudenken, was ich von Ihnen möchte und dann die Zeit es umzusetzen. Die Abstände zwischen Impuls und Umsetzung werden dann immer kürzer.
  7. Und dann kommt mein Bauchgefühl zum Tragen – je nachdem was es sagt, fangen wir mit dem traben an und / oder lösen die Sicherheitsleine. Im Fall von Spirit ging das quasi nahtlos ineinander über. Er war relaxt und ohne Unsicherheit, dass wir es einfach probiert haben.
  8. Nun gilt es alles zu festigen. Wir werden die Arbeit im Gelände verstärken, damit die Signale, die von uns kommen, schneller umgesetzt werden, wie halten, anreiten, durchparieren in eine andere Gangart usw. Ausserdem kommt die Platzarbeit dazu, damit er sich biegt und die Schenkelarbeit noch intensiver wird.
  9. Galopp kommt dann später dazu. Es ist ganz unterschiedlich, in welchem Zeitraum ich diese Gangart mit einbaue. Jedes Pferd hat es mir bis jetzt immer gezeigt. Am liebsten trainiere ich das angaloppieren am Berg, da dort in der Regel wenig Druck von Nöten ist. Die Pferde gehen ja eh immer den Weg des geringsten Widerstandes 😉 Ausserdem unterstütze ich das Ganze mit dem Wort Galopp, das sie eh schon vom longieren kennen.

Dies war nur der grobe Abriss des Anfangs als Reitpferd

In Spirits Fall waren es nun 2 1/2 Monate, wobei ich aber sagen muss, dass er nur 2 x die Woche bewegt wurde. Insofern finde ich es beachtlich, wie schnell und sicher es ging.

Ausserdem gehe ich am Anfang lieber einen Schritt langsamer bis er sitzt, denn dann habe ich einfach eine gute Grundlage für die weitere Arbeit.

Was mich jetzt noch interessiert ist Eure Meinung! Wie geht Ihr mit jungen Pferden voran? Was ist Euch wichtig? Wie gestaltet Ihr das Einreiten? Ich freue mich über Einträge in den Kommentaren. Auch Fragen sind immer gern gesehen.

Vielen Dank.

Eure Annika

 

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